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Webmaster: Bernhard Frei
Tel. + 39 0471 812214
bernhard.frei@kapuziner.org


Wir Kapuziner
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          Von 1599 bis 1688 bildeten die Tiroler- und Bayerische Provinz eine Einheit. Viele Klöster - ao gab es die Regel, dass in diesem großen Gebiet jährlich nur 3 (drei!) neue Niederlassungen gegründet werden durften. So musste z.B. das Kloster Neumarkt einige Jahre warten, bis es 1617 an die Reihe kam.        
         1688 wurde diese Provinz geteilt in die Tiroler- und Bayerische Provinz. Die meisten Klöster haben eine ereignisreiche Geschichte, sie litten auch unter den Klosteraufhebungen in der Zeit der Aufklärung (bes. Josef II. und die aufgeklärte Napoleon/Bayernzeit vor Andreas Hofer 1809).        
         1918 endete der 2. Weltkrieg mit einer Niederlage Österreichs und Südtirol wurde bekanntlich Italien zugesprochen. Der Verkehr zwischen Nord- und Südtirol gestaltete sich sehr schwierig.
         1928
wurde die Tiroler Provinz getrennt. Da der Provinzobere im Studienkloster Brixen wohnte, entstand der Name "Brixener Provinz". Die Provinz zählte in den Sechzigerjahren um die 200 Mitbrüder!
         Unsere Brüder lebten damals in den 11 Klöstern des Landes, im Liebeswerk, im Seminar Salern, in der Mission in Indonesien und auf Einzelposten, in der Diözese  Chur (Müstair und Tarasp in Graubünden), zeitweise auch in Wolfsberg im Lavanttal/Kärnten.

 


        Provinzial Anton Beikircher
       Gebhard Gatterer             Franz Zitturi
   Markus Kerschbaumer                                              Meinrad Gasser

 

Unsere blühende Kustodie in Bulgarien mit ca. 50 Brüdern (im Jahr 1950!) hat leider unter dem kommunistischen Regime als Märtyrerkirche schwer gelitten. Heute arbeiten polnische Mitbrüder in Sofia, Plovdiv, Burgas und Belozem.
         Seit 1970 haben wir die Klöster Klausen, Eppan, Mals und Lana sowie Teile von Sterzing, Bozen, Bruneck und Brixen anderen kirchlichen bzw. sozialen Zwecken zugeführt.
Die Zahl der Brüder hat sich durch den Rückgang an Berufen sehr verringert. Immer mehr sprechen wir in unserem Gesamtorden mit nahe 11.000 Kapuzinern von einer "personellen Solidarität", d.h. von einem Ausgleich zwischen nachwuchsstarken und -schwachen Provinzen.
         Deshalb das Konzept und bereits die Durchführung, dass nach entsprechender Sprachen- und Milieuausbildung
vier  polnische Mitbrüder uns unterstützen werden, drei in Meran, einer in Neumarkt.

        
Für die nächsten Jahre leben wir Kapuziner in 6 Klosterfamilien bzw. Klöstern. So bleibt unsere spirituelle und pastorale Präsenz in Südtirol gewahrt, denn seit Jahrhundert sind uns die Leute sehr gewogen - und erwarten auch etwas von uns. So ist es richtig und gut, und wir gehen mit Vertrauen in die Zukunft.

 

Aus der Geschichte des Ordens:  
             

1209   Um Franziskus sammeln sich die Brüder. Der am Evangelium orientierte Orden wird bestätigt und wird sehr rasch zu einer europaweit verbreiteten Gemeinschaft.
1528   Innerhalb der franziskanischen Orden beginnen einige Brüder die franziskanische Idee zu reformieren. Daraus entwickeln sich zuerst in Mittelitalien die Kapuziner als eigener Orden. Der Name kommt von der spitzen Kapuze.
1599   In Bozen wird das erste Kapuzinerkloster auf Südtiroler  Boden gegründet. In wenigen Jahrzehnten werden ca. alle 30 km Klöster gegründet, so dass an einem Tag zu Fuß die Klöster erreicht und von dort aus flächendeckend im ganzen Land die Seelsorge erfolgen konnte.
1668   Die Provinz Bayern-Tirol wird getrennt. Die alte, große Tirolerprovinz entsteht. Sie übersteht erfolgreich die Zeit der Aufklärung und der napoleonisch/bayerischen Wirren. Im 19. Jahrhundert und bis 1970 blüht die Provinz auf und zählte zeitweise nur in Südtirol über 200 Kapuziner.
1962   Sieben Südtiroler Kapuziner gehen zu den Missionaren aus der Rheinisch-westfälischen Provinz nach  Sibolga/Sumatra/ Indonesien. Es entwickelt sich die Provinz Sibolga/Nias mit über 100 Brüdern.
Heute   praktiziert die Südtiroler Provinz die Zusammenarbeit mit den anderen deutschsprachigen Provinzen und ist eingebunden in die weltweite Solidarität mit dem gesamten Orden und der Kirche. Im Jahr 2011 werden sich die Österreichische und die Südtiroler Provinz vereinigen.


Bekannt & beliebt:
   Padre Pio von Pietrelcina

 

Padre Pio: Kapuziner und Mystiker,   * 25.5.1887 in Pietrelcina/Benevent,
25.9.1968 in San Giovanni Rotondo

Er entstammte einer bäuerlichen Familie. Als Hirte konnte er immer wieder in einen stillen Dialog mit der Natur und damit mit dem Schöpfer eintreten. Am 6. Januar 1903 trat er als Novize bei den Kapuzinern in Morcone ein, in der Nähe von Pietrelcina ein.  Dabei nahm er den Namen Pio  an. Am 10. August 1910 wurde er im Dom zu Benevent zum Priester geweiht. Da P. kränklich war, lebte er zunächst nicht im Kloster, sondern bei seiner Familie.

Im Dezember 1911 weist er zum ersten Male auf seine Stigmata hin. Diese prägten sich dann bis 1918 ganz deutlich aus. Er trug sie bis zu seinem Tode im Jahre 1968.

1916 kam er nach San Giovanni Rotondo in der Provinz Foggia in Apulien. In dem kleinen Kloster besserte sich sein Zustand. Nun ließ sich Pio hier endgültig nieder. Hier entfaltete er eine in der ganzen Welt bekannt gewordene Tätigkeit als Beichtvater und Seelenberater. Sein Leben wirkte auch authentisch durch eine in echtem franziskanischen Geiste geübte Armut. Seine Selig- und Heiligsprechung war ein italienisches Volksfest von nie gekanntem Ausmaß.

Was Padre Pio vorgelebt hat, ist vor allem ein gemäßigter Bußeifer sowie eine menschliche Sicht der heiligsten Geheimnisse. Heilig im echten Sinn des Wortes war immer die Feier des hl. Messopfers als Opfer Christi und Opfer aller leidenden und kreuztragenden Menschen.

 

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