Kapuziner Österreich - Südtirol

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Tra éremo e città -
aus der Stille in die Stadt


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                        ...  der Herr hat mir Brüder gegeben  (Franziskus)

      
            Max                          Robert                       Hermann                     Paul             

Wir sind in Südtirol 50 Brüder Kapuziner. Unsere Kapuzinerprovinz hat dieselben Grenzen wie die Autonome Provinz Südtirol (Italien) und die Diözese Bozen-Brixen (506.000 Einwohner).
Unsere  Klostergemeinschaften sind von der Hauptstadt Bozen aus nur bis zu 70 km entfernt, also alle in kürzester Zeit erreichbar. Seit über 400 Jahren leben und wirken wir Kapuziner in Südtirol. Unsere Klöster sind immer klein und bescheiden gewesen, wir hatten nie Besitz außerhalb unserer Klostermauern. Die Pflege unserer Gärten ist uns wichtig, genauso eine einfache und bescheidene Lebensweise. Bis vor wenigen Jahrzehnten lebten die Brüder von den Sammlungen, die einmal im Jahr in alle Dörfer und Städte sowie in jedes Haus führten. Der Hausbesuch eines Bruders in den Familien war allgemein willkommen und geschätzt. Heute leben wir von verschiedenen Arbeiten sowie von Spenden, die wir als Gegenwert unseres Einsatzes von den Leuten bekommen.

         
       
                  Venerabilis barba Capuccinorum: Brüder Konstanz und  + Gilbert
 
Unser Lebensziel als Kapuziner war immer und ist auch heute noch ein doppeltes:
nach innen Stille und Besinnung, Gebet und Meditation, klösterliches Leben in franziskanischer Spiritualität, Brüderlichkeit und froher Armut;
nach außen seelsorgliches Bemühen in verschiedenen Formen, Solidarität mit Bedürftigen,
ein Zeugnis der Anspruchslosigkeit und des Dienens, franziskanische Freude und Offenheit. Alle unsere Klöster sind deshalb am Rand der Ortschaften und Städte gebaut worden. So hatten die Leute problemlos Zugang zu den Brüdern, diese konnten sowohl die Stille pflegen als auch ihren seelsorglichen und karitativen Verpflichtungen nachgehen.  Allerdings sind die Städte vor allem im Lauf der Zeit gewachsen - und so befinden sich auch unsere Klöster wieder in der Mitte dicht bewohnter Bezirke.  Wer aber hinter die Klosterpforte eintritt und sich im Klaustrum, Refektorium oder Garten aufhält, spürt noch viel von der Stille und Abgeschiedenheit 
                                         zwischen "éremo e città",  zwischen "Stille und Stadt".




 Franz Kerschbaumer:
treu an der Pforte,
treu in Garten
und Küche






Br. Christoph Kulczak
einer von vier
jungen polnischen
Mitbrüdern in
unserer Provinz