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Glaubenswochen
mit Ministrantenbuben
(Br. Markus und Sr. Luise)
Was wir machen und arbeiten, leisten
und tun
Am wichtigsten ist für uns eine brüderliche, einfache,
franziskanische Lebensweise. Bei den letzten Generalkapiteln in Rom
sowie durch zahlreiche "Briefe an die Brüder" von Seiten unserer
höheren Ordensobern wurden in den letzten Jahren immer wieder
folgende Säulen unseres gemeinsamen Lebens genannt:
Von diesen Grundwerten aus können wir verschiedene Aufgaben in
Kirche und Welt erfüllen.
Priesterliche Aufgaben
Viele Brüder sind durch die Priesterweihe zum Dienst an der
christlichen Gemeinde berufen. Bevorzugt sind Predigt- und
Beichtdienst, Gottesdienst in unseren Klosterkirchen, seelsorgliche
Begleitung in verschiedensten Formen.
In
den letzten Jahren hat sich plötzlich gezeigt, dass
Erstkommunionkinder mit den Tischmüttern gerne ins Kloster kommen,
um mit den alten Geräten Hostien zu backen. In der Fastenzeit 2009
sind 230 Kinder aus 17 Pfarreien zu dieser schönen Stunde gekommen
Verbindung zu den Gemeinden - wie die zwei
monatlichen Klosterkreise, die Fastengruppen, die Gruppe "Weg auf
Ostern hin" - in diesem Jahr werden noch mehr Gruppen kommen.
Krankenseelsorge
Nicht nur die seelsorgliche Betreuung von
kranken, alten oder gebrechlichen Menschen war immer eine
wichtige Aufgabe unserer Brüder und Gemeinschaften, sondern auch der
karitative Dienst an Kranken. In unserem Totenbuch, das jeden Abend
in unseren Gemeinschaften vorgelesen wird, heißt es oft: „ ... im
Dienste der Siechen und Pestkranken verstorben“. Heute versorgen
Brüder den Dienst als Kaplan in verschiedenen Krankenhäusern, aber
genauso den Hausdienst mit Krankenbesuch und Spendung der
Krankensakramente in den Familien.
Kaplansdienste
In jedem Kloster versehen Mitbrüder
Kaplansdienste mit verschiedenen seelsorglichen Aufgaben: Häuser von
Ordensfrauen, Alternsheime, Selbsthilfegruppen usw. Diese Dienste
werden oft wenig beachtet, erfordern aber stets viel Einsatz und
Fingerspitzengefühl.
Schule und
Erziehung
Einige unserer Brüder
erteilen seit Jahrzehnten Religionsunterricht in den öffentlichen
Schulen des Landes. Beispiele des Einsatzes für die gesunde
Entwicklung junger Menschen war unser Knabenseminar Salern,
durch das alle jetzt lebenden Mitbrüder gegangen und geformt worden
sind. Beispiel für die heutige Zeit ist der Einsatz unserer
Brüder seit Jahrzehnten im Liebeswerk Meran. Vor allem in den
italienischen Kapuzinerprovinzen gibt es einen intensiven Einsatz in
der Betreuung der Gifra, der gioventù francescana, der
franziskanischen Jugend.
Diözesane
Aufgaben
In den letzten Jahrzehnten ist der Einsatz
von Brüdern bei diözesanen Aufgaben sinnvoll und notwendig geworden.
So halten die Brüder mit der seelsorglichen Entwicklung der
Ortskirche Schritt. Nicht nur Aufgaben im Bischöflichen Ordinariat,
sondern auch die viele Mitarbeit in Kommissionen und in der
Betreuung von Pfarrgruppen ist hier zu nennen.
Klosterleben gemeinsam - Offen für Gäste
1966 haben wir das kleinste unserer
Klöster für Gäste geöffnet. Dieses Kloster Neumarkt mit dem
Bergklösterchen Gschnon steht nicht offen für klösterlichen
Tourismus, wohl aber für ein Mitleben mit der Klostergemeinschaft
aus religiösen Beweggründen.
Informationen sehen Sie auf dieser Homepage unter
Neumarkt
FG - Franziskanische
Gemeinschaft
Männer und Frauen, die in Beruf,
Familie und Gesellschaft in franziskanischer Spiritualität leben
möchten, bilden die Franziskanische Gemeinschaft. Heute erfolgt die
Begleitung der FG gemeinsam innerhalb aller franziskanischen
Ordenszweige. Immer wieder gibt es Bemühungen um Neuanfänge vor
allem mit der Jugend – das franziskanische Ideal fasziniert gerade
heute viele Menschen!
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Wenig bekannt, doch
ein großer Europäer:
P. Markus von Aviano

1648 trat er in den Kapuzinerorden ein und legte am
21. November 1649 die Ordensgelübde ab, wobei er den Namen Marco
erhielt. Nach dem Theologiestudium wurde er am 18. September 1655 zum
Priester geweiht. Er wirkte als Prediger in ganz Italien.
Eine angeblich wunderbare Heilung 1676 machte ihn
über die Grenzen Italiens bekannt. Seine Predigten in lateinischer oder
italienischer Sprache, bei denen er eine Vertiefung des Glaubens, ein
Bereuen der Sünden und Buße forderte, waren oft von Massen-bekehrungen
begleitet.
Seine Missionsreisen führten ihn auch nach Frankreich,
Flandern und Westfalen.
Nach dem Zusammentreffen mit Kaiser im Jahr 1680
wurde er sein freundschaftlicher Berater und Seelsorger. Er überzeugte
1683 Karl V. von Lothringen, dem polnischen König Johann III.
Sobieski den Oberbefehl des Entsatzheeres zu überlassen und rasch gegen
Wien vorzurücken.
Am 12. September 1683 feierte Marco d'Aviano vor der
Entsatzschlacht die heilige Messe am heutigen Leopoldsberg. Er wird
wegen dieser seines politisch-kirchlichen Einsatzes auch als
Retter Wiens bezeichnet. Ohne seinen Einsatz für die
Beschleunigung der Entsatzheere um 8 bis 10 Tage wäre Wien verloren
gewesen. Europa wäre heute anders geordnet.
Bis 1689 nahm er als Prediger und Seelsorger an
Feldzügen gegen die Türken teil.
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Lebensbilder
Kapuziner
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