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Bruder
Markus
Kerschbaumer
Kapuziner werden
auf den Spuren
des hl. Franziskus
Tel. 0471 812214 (Nm)
oder 0471 908254
(Bz)
markus.kerschbaumer@
kapuziner.org
Bernhard Frei
bernhard.frei@kapuziner.org
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. . . Spurensuche
1.
Kapuziner - ein Weltorden mit 10.800 Mitgliedern
Die Kapuziner waren immer ein offener Orden.
Nach innen wie Mönche, nach außen wie
Missionare.
Auch heute: der Besuch
eines Klosters und die Bekanntschaft mit den Brüdern wird Sie
überzeugen.
Innerhalb weniger Jahrzehnte um 1600 haben sich die Kapuziner im
deutschsprachigen Gebiet verbreitet. Innerhalb weniger Jahrzehnte
werden sie sich auf die neue globale Situation einstellen und sich
in Europa seltener, aber mit neuer Kraft beweisen.
Weltweit hat der Orden seit langem um die 10.800 Mitglieder. Bei
uns in Europa schrumpft der Ordensnachwuchs.
Aber es zeichnen sich neue Schwerpunkte ab –
und neue Versuche, Kapuziner zu sein. Augenblicklich gibt es im
deutschsprachigen Raum ca. 35 junge Brüder, die noch in Ausbildung
sind. 35 junge Männer, die in einem
Kapuzinerkloster und in unseren
deutschsprachigen Provinzen
Heimat finden möchten.
Auch bei den Kapuzinern
in Südtirol regt sich neues Leben. Es beginnt mit der Besinnung auf
die Situation. Ein Gleichnis kann das deutlich machen - lies in
der Spalte rechts!
2.
Spurensuche der
Kapuziner in Südtirol
Auch die Kapuziner in Südtirol haben sich auch
auf Spurensuche begeben. Sie haben Wichtiges verloren, haben
Ordensnachwuchs eingebüßt. Ihre Präsenz in Europa ist in Gefahr
geraten. Und Not macht erfinderisch.
"Spurensuche" nennt sich nun das Angebot für
eine Gruppe von Männern, die nach der Spur ihres eigenen Lebens
suchen und dabei offen sind für den Weg in und mit einer
Ordensgemeinschaft.
In der Schweiz hat man schon
seit längerem die ersten Schritte getan und Erfahrungen gesammelt.
Auch unsere Kapuzinerprovinz Südtirol hat sich angeschlossen und hat
sich auf den Weg gemacht, auf Spurensuche.
Die Spuren suchenden
jungen Männer treffen sich viermal pro Jahr zu einem Wochenende im
Kapuzinerkloster Neumarkt.
Klärung der Berufung:
bei der Gruppe "Spurensuche" kannst Du jederzeit einsteigen. Du
wirst dort interessante Männer aus verschiedenen Lebenskreisen
und Berufen kennen lernen. Sie sind mit der Frage unterwegs, ob
Kapuziner werden eine mögliche Perspektive für ihr Leben ist.
Die Spurensuch-Tage haben
das Ziel, ordensinteressierte Männer auf ihrer Spurensuche zu
begleiten. Wir erzählen von Franziskus und warum und wie wir
als Kapuziner versuchen, sein Ideal zu leben.
Die regelmäßige Standortbestimmung im Gespräch soll Dir helfen,
Deine eigene Lebensspur zu entdecken und die nächsten Schritte
zu planen.

Abraham, zieh fort aus deinem Vaterhaus ...
3. Sich
kennen lernen
"Der Hubert geht jetzt mit der Anna" - so
sagt man in Südtirol, wenn man eine Freundschaft zwischen jungen
Menschen ausdrückt, die auf Ehe hin unterwegs sind.
Sie haben sich kennen gelernt, sie haben
gemeinsam viele Dinge erlebt, in vielen lustigen und ernsten
Lebenssituationen konnten sie sich tiefer kennen lernen. Nun
sind sie unterwegs auf ein gemeinsames Lebensziel hin. Es
braucht aber noch einen Entschluss
zum gemeinsamen Weg. Wenn es eine kirchliche Trauung ist, wird
dieser Entschluss vor Gott und der Gemeinde feierlich besiegelt.
Er geht jetzt mit den Kapuzinern, könnte es für einen suchenden
jungen Mann heißen, der am Ordensleben interessiert ist. Er
lässt sich auf einen Weg ein, er lernt die Brüder in einer
Gemeinschaft kennen, er sucht und - er betet. Er möchte
Klarheit bezüglich seiner Berufung haben. Bin ich
geeignet -
die erste Frage. Kann ich vom Willen her ernsthaft
ja sagen,
weil ich soweit das Ordensleben kennen gelernt habe - das ist
die zweite Frage. Es geht nicht um ein Gefühl, sondern vielmehr
um einen Entschluss. In den
einzelnen Ordensprovinzen gibt es spezielle Angebote für
Interessenten am Kapuzinerleben. Dort treffen sich
Gleichgesinnte und werden speziell begleitet. Das kann Dir
helfen, dass Du über Deine Berufung und Eignung mehr ins Klare
kommst.
Für Südtirol:
Spurensuche
Neumarkt
4. Die eigene Berufung erahnen
Am Anfang einer
Berufung steht das Suchen, die Unruhe, ein Traum vielleicht . Du
fühlst dich hingezogen zum Göttlichen. Du interessierst Dich für die
spirituelle Dimension des Lebens. Ohne es genauer bestimmen zu
können, suchst Du nach etwas, was Dich tiefer erfüllt.
Vgl. nochmals das Gleichnis vom Bauern und vom Ochsen - nebenan.
Was
Du jetzt an Spuren, Kontakten und Werten findest, wird plötzlich
begehrenswert: Ein Leben in Solidarität und ohne Besitz; ein Leben
in Offenheit und ohne Fixierung auf den eigenen Willen; ein Leben in
einer erfüllenden Liebe zu Gott und ohne fixe Bindung an einen
bestimmten Menschen.
Eine solche
Sehnsucht wächst auf dem Boden der Religion. Die Entscheidung
schließlich, als Kapuziner leben zu wollen, lässt sich nur vom
Glauben her begründen.
5. … eines Tages wurde ich
Kapuziner
Warum?
Wie? Wann ist der erste Gedanke gekommen, wie ist der Entschluss
gereift? Jeder Kapuziner hat da seinen eigenen Weg eingeschlagen -
so wie jeder Mensch ständig auf dem Weg ist. "Der Weg ist das Ziel"
sagt sich, wer nach Santiago de Compostela wallfahrtet, ans Ende der
Welt. Vielleicht möchtest Du Dich an einem Beispiel messen. Du
solltest mit einem Kapuziner ins Gespräch über seinen Weg kommen.
Dreimal Klick:
Berufung
Spurensuche
Klärung
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Der
Bauer und
sein Ochse –
ein Gleichnis
1. Der Bauer verliert
seinen Ochsen.
So
beginnt eine berühmte Meditationsreihe im japanischen Buddhismus.
Auf den Reisfeldern braucht der Bauer den
Ochsen, er ist lebens-notwendig für seine Familie. Der Bauer rennt jetzt
aufgeregt umher, in den Stall, auf den Weg, zum Nachbarn hin.
Er weiß nicht einmal,
was geschehen ist. Vielleicht hat ihn die Frau ausgeliehen, vielleicht
ist der Ochse gestohlen worden, vielleicht ist er gar verendet. Er
verpufft alle seine Kraft beim Suchen, aber ziellos, sinnlos,
ergebnislos.
Frage: Wie viele
(junge) Leute dieser Art kennst Du?
2. Der Bauer findet die Spur des Ochsen.
Endlich! Er konzentriert
nun seine Suche auf die Spur, er gewinnt Ruhe und bündelt seine Kräfte.
Er weiß noch nicht, ob es die richtige Spur ist. Aber er sucht voller
Hoffnung in eine Richtung hin.
Frage: Gehörst auch
Du zu dieser Kategorie der Spuren- Suchenden?
3. Der
Bauer sieht den Ochsen von weitem
und hat jetzt klar ein Ziel
vor Augen. Alle Unruhe und Hast fallen von ihm ab. Er macht sich auf
den Weg und wird sein Ziel erreichen, für seine Familie ist wieder
gesorgt.
Frage:
Vielleicht hast Du auch schon Dein Ziel erkannt, gesehen?
4. Der
Bauer kämpft mit dem Ochsen und fängt ihn ein.
Der Ochse hat Freiheit genossen
und muss erst gezähmt werden. Ein schwieriges, gefahrvolles
Unternehmen.
Frage: Bist
Du auch schon dabei, das Wilde zu zähmen? Entschlossen und
konsequent? Noch nicht gezähmt, aber voll dabei?
5. Der
Bauer reitet auf dem Ochsen nach Hause und spielt die Flöte.
Es ist geschafft
– für den Augenblick wenigstens. Ein Fest, herrlich. Aber jetzt beginnt
auch wieder der Alltag. Das Erlebnis „Verlieren, suchen und finden“
wird den Bauern
prägen, aber auch den Ochsen. Geprüft, gehärtet, erfahren: das Geschenk
der Krise.
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