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Von 1599
bis
1688 bildeten die
Tiroler- und Bayerische Provinz
eine Einheit. Viele Klöster - die Regel, dass in diesem großen
Gebiet jährlich nur 3 (drei!) neue Niederlassungen gegründet
werden durften. So musste z.B. das Kloster Neumarkt einige Jahre
warten, bis es 1617 an die Reihe kam.
1688
wurde diese Provinz geteilt in die Tiroler- und Bayerische
Provinz. So blieben die Verhältnisse, auch viele
Klosteraufhebungen in der Zeit der Aufklärung (bes. Josef II.
und die aufgeklärte Napoleon/Bayernzeit vor Andreas Hofer 1809.
1918
endete der 2. Weltkrieg mit einer Niederlage Österreichs und
Italien wurde bekanntlich Südtirol zugesprochen. Der Verkehr
zwischen Nord- und Südtirol gestaltete sich sehr schwierig.1928
wurde die Tiroler Provinz getrennt. Da der Provinzobere im
Studienkloster Brixen wohnte, entstand der Name "Brixner
Provinz". Die Provinz zählte in den Sechzigerjahren um die 200
Mitbrüder!
Unsere Brüder lebten damals in den
11 Klöstern des Landes, im
Liebeswerk, im
Seminar Salern,
in der Mission in Indonesien
und auf Einzelposten, in der Diözese Chur (Müstair und
Tarasp in Graubünden), zeitweise auch in Wolfsberg im Lavanttal/Kärnten.
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Unsere blühende Kustodie in
Bulgarien mit ca. 50 Brüdern
(im Jahr 1950!) hat leider unter dem kommunistischen Regime als
Märtyrerkirche schwer gelitten. Heute arbeiten polnische
Mitbrüder in Sofia, Plovdiv, Burgas und Belozem.
Seit 1970 haben wir die Klöster
Klausen, Eppan, Mals und Lana sowie Teile von Sterzing, Bozen,
Bruneck und Brixen anderen kirchlichen bzw. sozialen Zwecken
zugeführt.
Die Zahl der Brüder hat sich durch den
Rückgang an Berufen sehr verringert.
Immer mehr
sprechen wir in unserem Gesamtorden mit nahe 11.000 Kapuzinern
von einer "personellen
Solidarität", d.h. von einem
Ausgleich zwischen nachwuchsstarken und -schwachen Provinzen.
Deshalb das
Konzept und bereits die Durchführung, dass nach entsprechender
Sprachen- und Milieuausbildung vier
polnische Mitbrüder uns unterstützen
werden, drei in Meran, einer in Neumarkt.
Für die nächsten Jahre leben wir
Kapuziner in 6 Klosterfamilien bzw. Klöstern. So bleibt unsere
spirituelle und pastorale Präsenz in Südtirol gewahrt, denn seit
Jahrhundert sind uns die Leute sehr gewogen - und erwarten auch
etwas von uns. So ist es richtig und gut, und wir gehen mit
Vertrauen in die Zukunft.
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Provinzial Anton Beikircher
Provinzvikar Gebhard Gatterer
Franz Zitturi Markus
Kerschbaumer
Meinrad Gasser
Provinzkapitel 2007 - Ordensvorstehung bis 2011
Als wichtigster Punkt wurde der
Zusammenschluss mit der Österreichischen
Kapuzinerprovinz benannt.
Es gab beim Provinzkapitel ein
einheitliches Votum dafür, und zwar für das Jahr 2011. Soweit die
klare Aussage der Kapuzinerprovinz Brixen - die weiteren Schritte liegen
nun in der Zusammenarbeit mit der Kapuzinerprovinz Österreich.
Mit Vertrauen gehen wir in die Zukunft. Es gibt weniger Berufe, daher
stehen viele Brüder in einem hohen Alter.
Weil uns aber das Kapuzinerideal als
franziskanische Nachfolge Jesu gültig und wichtig erscheint, können wir
es auch heute leben. Noch eine wichtige Entscheidung: seit dem 1.
August 2007 sind vier
jüngere Brüder der Kapuzinerprovinz Krakau
nach Südtirol gekommen, um den fehlenden
Nachwuchs etwas auszugleichen.
Die Brüder Pawel, Piotr, Christoph (Neumarkt) und Christof:
(Meran) ein Beispiel von personeller Solidarität im Orden!
"Kapuzinerklick" auf unsere Klöster
OASE der STILLE -
1996 haben wir Kapuziner das
Kloster Neumarkt
als Ort der Begegnung für Gäste geöffnet, für
Männer und Frauen. Wenn
Sie Genaueres wissen oder uns näher begegnen möchten,
dann ist dieser Klick der kürzeste Weg zu uns:
neumarkt@kapuziner.org
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