Wallfahrt Maria Königin
O
Maria hilf! Das
Gnadenbild „Maria Königin“ in der Kapuzinerkirche Neumarkt stammt
aus Böhmen (vor 1600). Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges
(1618-1648) wurde es bei der Brandschatzung eines böhmischen Dorfes
bei Prag unversehrt in der Asche aufgefunden, Tage nachdem die Kirche
in Flammen aufgegangen war. Da Kapuziner als Kapläne der katholischen
Truppen in religiöser und sozialer Hinsicht Entscheidendes geleistet
hatten, schenkte Maximilian von Bayern das Bild jenem Kloster, das als
erstes in seinem Reich gebaut würde. Das war Neumarkt, 1617/21 unter
P. Angelus Pichler von Neumarkt im Bau begriffen. Seither wird das
Gnadenbild in Neumarkt und im Unterland hoch verehrt. Bei
großen Gefahren wurde das Bild jeweils erhoben und in feierlichen
Prozessionen getragen und verehrt, z.B. bei Kriegsgefahr 1796, 1809,
1866, 1915, 1945 oder bei Pest/Cholera und Trockenheit (daher vier
Kapellen zwischen Neumarkt und Tramin). 1954 wurde eine große
Prozession gehalten „um die Erhaltung des Glaubens für unsere Zeit“.
Das Gnadenbild „Maria Königin“ von Neumarkt ergänzt das
Gnadenbild der Schmerzensmutter in Kurtatsch (und Weißenstein!).
Ein
wunderbares Ölbild mit der wertvollen Abbildung des Gnadenbildes
hängt im Refektorium des Klosters. Es wurde beim Franzoseneinfall
1809 von einem Soldaten mit dem Bajonett aufgeschlitzt, noch heute
sind die Spuren erkenntlich. Der Soldat ritt nach Norden weiter, 2 km
weiter in der Vill soll er der Legende nach tot vom Pferd gestürzt
sein.
Jahreskrippe in der WallfahrtskircheIn
der Kapuzinerkirche Neumarkt ist auch eine vollständige Jahreskrippe
erhalten, die vom Advent bis nach Pfingsten
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gibt's Neues? Besinnung
und Begegnung
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