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Sitzecke Gschnon

 

 



Bis zur Etschregulierung im 19. Jahrhundert war besonders in heißen Sommern das sumpfige Etschtal sehr seuchengefährdet. So gingen die Kapuziner wie viele andere Familien der Gegend in die "Sommerfrische". In Gschnon, auf 950 m Meereshöhe über Neumarkt gelegen, hatten sie dafür ein winziges Kloster gebaut. Die wohlhabenden Brüder Christoph und Andreas Obermayr aus Neumarkt überließen 1630 ihren Hof (Bauernhaus) in Gschnon den Kapuzinern und begannen mit dem Bau des Kirchleins "Maria Schnee". Die Kirche ist 1632 geweiht (Inschrift auf dem Türsturz), 1662 wurde das Kloster im heutigen Zustand errichtet.

Gschnon liegt mitten im Naturpark Trudner Horn - und die Aussicht reicht nach Westen und Norden über das ganze Etschtal, von der Salurner Klause über den Kalterer See bis nach Meran, von der Brenta über die Ortlergruppe bis zum Hauptalpenkamm (Ötztaler, Texelgruppe, Stubaier). Die 14 winzig kleinen Zellen mit Betchor, Küche und Refektorium eignen sich bestens für Stille und Meditation. Alles erinnert an die einfachen urfranziskanischen Klösterchen in Umbrien und ganz Mittelitalien. Das Kloster, das ganz in Holz gebaut ist, wurde mehrmals saniert, aber immer im Urzustand belassen. Es hat heute noch weder Telefon noch Postverbindung oder Fernsehen - also wirklich Einsiedelei am Berg!

 
 
 Klösterchen vom Garten aus
 
Sommerwochen in Gschnon


Für Feriengäste halten Gastgewerbe und Tourismus ein gutes Angebot am Ort bereit; darauf möchten wir bewusst verweisen. Wir Kapuziner können, wollen und dürfen keinen klösterlichen Tourismus anbieten! Wer aber wirklich Tage der Stille mit uns Kapuzinern sucht, kann als persönlicher Gast mit uns wohnen. Wir gestalten besinnliche Tage und Wochen durch gemeinsames Gebet am Morgen und Abend, durch die Eucharistiefeier, durch Stille im Kloster und körperlich-geistige Erholung in der Natur. Viel kommt jeweils auf die Gruppe selber an. Frage an Sie: Was möchten und könnten Sie selber einbringen?

Der Sommer in Gschnon wird von uns Brüdern durch Glaubenswochen und meditative Gruppen gestaltet. Wegen der beschränkten Aufnahmezahl wollen wir vor allem Gäste aus dem Einzugsgebiet unserer Klöster in Südtirol bevorzugen. Während des Jahres, vor allem in der Winterszeit, haben wir in der OASE der Stille in Neumarkt dasselbe Programm - mitleben, mitbeten, mitarbeiten in unserer Gemeinschaft für eine bestimmte Zeit.



Ansprechpartner in Neumarkt: Bruder Bernhard Frei, Guardian.

Der kürzeste Klick zu uns:  neumarkt@kapuziner.org
Telefon:  +39 0471 812214

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Ikonen- und Glaubenswochen Gschnon

Gschnonwochen 2010

27.06. – 03.07.2010
Ministranten Br. Markus

* 18.07. – 24.07.2010
Br. Meinrad - Eduard Huber

* 25.07. – 31.07.2010 
Sr. Reinhilde Platter

01.08. – 07.08.2010 
1. Glaubenswoche Sr. Luise

08.08. – 13.08.2010 
2. Glaubenswoche Sr. Luise

15.08. – 20.08.2010 
1.  Ikonenwoche Bernhard

22.08. – 27.08.2010 
2.  Ikonenwoche Bernhard

29.08. – 04.09.2010
Senioren Akademiker
(Bernhard)

Alle Info und Anmeldungen
Tel. 0471 812214

bernhard.frei@kapuziner.org


            
Ikonenwochen in Gschnon
Seit 1987 kommen Männer und noch mehr Frauen in das Bergklösterchen Gschnon (oberhalb unseres Klosters Neumarkt auf 1000 m Meereshöhe gelegen), um eine Woche lang Ostkirche zu erleben. Wir malen Ikonen, seit 23 Jahren, zweimal je eine Woche lang. Zuerst laienhaft mit Br. Bernhard Frei, seit 10 Jahren unter fachkundiger Anleitung von Prof. Hubert Piccolruaz, Schlanders.

Jeden Tag gibt es zwei spirituelle Einheiten, einmal Messfeier (mit russischen Gesängen) und Gebet/
Meditation, und zum anderen Einführung in die zauberhafte Welt der Ikonen (auch per Laptop und Beamer).  Die Kurse waren immer ausgebucht, zwei intensive und schöne Wochen.  Jeweils 8 bis 10 Malende, dazu der Meister, die Köchin und der spirituelle Begleiter. Gschnon ist schon an sich ein Wunder, eine Klosteralmhütte wie sie in Umbrien und den Marken sind. Alles in Holz, nur im Sommer zu beziehen. Umgebung: Naturschutzgebiet Trudnerhorn. 

Wichtig ist auch die Verpflegung – darauf legen wir immer großen Wert. Einfach, aber würzig, herzhaft und köstlich.  Wichtig die Siesta und Spaziergänge (wegen der Augen und als Abspannung).  In dem akustisch empfindlichen Haus kommen die Schnarcher an die Eckzimmer, es braucht  Rücksicht und etwas Geduld. In Gschnon ist kein Telefon, keine Zeitung, keine Post – éremo/Einsiedelei pur.  

Das Malen in seinen vielen Arbeitsschritten: Brett dreimal leimen, Stoff aufziehen, wenigstens 7mal mit Leim/Kreidegemisch grundieren, schleifen und mit der Hand polieren. Die Materialien stellt das Haus, Pinsel und Bretter gibt es zu kaufen. Die Zeichnung auswählen und ritzen, vergolden, die Farben erschließen, aufhellen, Hintergrund …
Über alledem fließen die Tage dahin – bis zu feierlichen Ikonenweihe am Schluss. Der Abschied tut zuweilen weh, man ist doch ein Stück Weges miteinander gegangen – doch Ikonen und auch andere Bilder sehen wir von nun an mit anderen Augen!

Ikonen- und Glaubenswochen Gschnon