| ..................... |
Oase der Stille - Wir über uns! |
||||||
Das Leben der Kapuziner ist seit je her geprägt von 3 wesentlichen Elementen, die uns auch heute noch wichtig sind und nach denen wir leben:
Bruder Bernhard Frei war erst 16 Jahre alt, als er 1957 dem Orden beigetreten ist. Am 29. Juni 1965 ist er zum Priester geweiht worden. Danach lebte und studierte er 5 Jahre in Deutschland an der theologischen Fakultät in Trier (Liturgie und Pastoraltheologie). Die Wochenenden arbeitete er als Seelsorger in der Pfarrei und in einem sozialen Team "Müttererholungsheim". Dieses Leben außerhalb der Klostermauern, die Begegnung mit anderen Religionsformen (Islam) und die 68er Bewegung haben sein Leben nachhaltig beeinflusst. Er sagt heute rückblickend: "Es hat meinen Blick weit, mein Bewusstsein offen für andere Lebensformen und meinen Glauben an Gott tiefer gemacht." Herr, lass mich unter deinen Dienern sein als einen, der an dich erinnert (Primizbildchen) In den Jahren 1970 bis 1985 hat er die Pfarrei St. Gertraud, Bozen-Süd (Haslach) mit 2 weiteren Brüdern und Schwester Luise Weidacher, als Seelsorgehelferin, geleitet. Dieses kleine Team hat dort "Aufbauarbeit" durch gemeinschaftsfördernde Initiativen (Arbeitskreis für Umweltschutz, Arbeitskreis für soziale Dienste, verschiedene Kinder- und Jugendgruppen, Kirchenchor und Liturgie, Bau des Pfarrzentrums als Stätte der Begegnung usw.) geleistet. "Es war eine wunderschöne Zeit, in der wir viel zum Wohle der Gemeinschaft bewegt haben." sagt er heute lächelnd. Es folgten 16 Jahre Missionsarbeit - ähnlich wie Franz von Assisi, 600 Jahre zuvor-, in denen er gemeinsam mit mehreren Mitbrüdern und Schwester Luise über 200 Pfarreien in Südtirol, auch in Bayern und Österreich besucht hat; sowie 4 Monate in missionarischer Seelsorge im Süden von Brasilien. In Brasilien besuchte er gemeinsam mit Schwester Luise über 900 deutschstämmige Familien (meist wohlhabend, aber in sozialem Umbruch lebend). Es war der Kontrast zwischen dem unendlich wirkenden Urwald, dem Leben der ausgewanderten Deutschen inmitten der Cabóclos, und der lebendigen Ausdrucksform des Wortes Gottes in den Kirchen, die die Arbeit dort prägte und für ihn eine wertvolle Erfahrung war. Es war die Überzeugung für das Projekt "Oase der Stille", die ihn im November 1996 ins Kloster Neumarkt zog. Damals stand das Kloster in Neumarkt kurz vor der Auflösung, es lebten hier nur mehr 3 alte Brüder. Ziel war und ist es, die Erfahrungen aus der Missionszeit, die vor allem durch die persönliche Begegnung mit Menschen unterschiedlichster Gesellschaftsschichten, ganz individuellen Sorgen und Nöten, gekennzeichnet war, ins Klosterleben einzubringen und fortzusetzen. Die Freude am Glauben vorlebend, dabei in sich selbst ruhend, aber gleichzeitig mit dem Bestreben, diese Liebe zu Gott den Menschen zugänglich -ja sie spürbar- zu machen, durch Öffnung und Begeisterung ihrer selbst für den Glauben, ist ihm das wichtigste Anliegen. Er ist Medien-Administrator in unserer Provinz. In seiner Freizeit beschäftigt sich Bruder Bernhard gerne mit Ikonenmalerei, den Lehren des Zen-Buddhismus und wandert gerne in der herrlichen Südtiroler Natur. Bruder Peter Brugger Vikar und Verwalter des Klosters, Seelsorger an der Haftanstalt Bozen, Beauftragter für die Gefangenenseelsorge der Diözese, 15 Jahre lang in der Krankenhausseelsorge. In seiner frohen, unkomplizierten Art geht er auf alle Menschen zu und lebt so die franziskanische Freude und Menschenfreundlichkeit. Peter hat in unserem Kloster die Verwaltung inne - dies bedeutet auch die Sorge für das Haus und die Gebäude. Er verrichtet viele Arbeiten im Kloster und im Garten, er hat den Friedhof neu gestaltet, er widmet sich besonders den Gästen. Seine Erfahrung als Guardian in drei verschiedenen Klöstern sowie die Mitarbeit in der Jugend-, Behindertenpastoral sowie in der Drogenvorsorge kommt ihm sehr zugute. Insbesondere zu nennen sind 16 Jahre der Führung in Provinzklöstern als Guardian, in Schlanders Renovierung der Kirche und in Meran Renovierung des Wohntraktes. Er besucht gerne Kranke und arbeitet in verschiedenen Organisationen (Vinzenzverein) - und in unserer Kapuzinerprovinz im Verwaltungsrat und sonst bei Provinzaufgaben mit (Projektgruppe Vereinigung mit Kapuzinerprovinz Österreich, Wirtschafts- und Baukommission). Er ist sehr sportbegeistert, liebt die Berge und fährt gerne Ski. Er hat ein sonniges und gesellschaftliches Wesen und ist zu vielen Menschen sehr hilfsbereit. Bruder Christoph Kulczak Von den fünf polnischen Brüdern, die seit 2007 zur Verstärkung (personelle Solidarität) in unsere Provinz gekommen sind, wurde Christoph uns zugeteilt. Er ist noch mit dem Sprachenstudium beschäftigt, begleitet aber bereits die charismatische Bewegung, die sich regelmäßig im Emanuel-Haus der Familie Schwellensattel in Algund trifft. In der Begleitung charismatischer Gruppen sieht Br. Christoph auch für die Zukunft seine große Aufgabe. In seiner Heimat, der Kapuzinerprovinz Krakau, hat er sich vor allem um die Jugend gekümmert. Er war bekannt und geschätzt wegen seiner vielen guten Ideen, Initiativen und Unternehmungen.Dies kommt ihm jetzt sehr zugute, sein offenes Wesen ist allseits beliebt. Er knüpft im Augenblick verschiedene Verbindungen für seine zukünftige Arbeit. Schwester Luise Weidacher Zunächst arbeitete sie 8 Jahre als Seelsorgehelferin in der Pfarrei Sankt Nikolaus in Meran, bevor sie zur Pfarrei Sankt Gertraud in Bozen-Haslach wechselte. In Sankt Gertraud lernte sie Bruder Bernhard und die Kapuziner kennen, damals nicht wissend, dass sie bis zum heutigen Tag zusammen arbeiten würden. Wenn Schwester Luise heute von diesen 15 Jahren in Sankt Gertraud spricht, dann ist ein freudiger Glanz in ihren Augen. "Es war der Charme, mit nichts anzufangen und die Menschen für das Anliegen der Pfarrei zu begeistern", was ihr die Zeit dort so wertvoll gemacht hat. Als sich jedoch abzeichnete, dass die Leitung der Pfarrei wechseln würde, empfand sie auch für sich die Zeit reif, sich einer neuen Aufgabe zu widmen. Nach vielen Gesprächen mit der Ordensleitung wurde ihr dann die Arbeit in der Heimatmission zugestanden und so erfüllte sich schließlich ihr lang gehegter Wunsch. Auch für sie war die Erfahrung, die sie in den Jahren in der Gemeindemission sammeln konnte, sehr kostbar. "Es ist der Hunger der Menschen nach einem gelungenen Leben, der letztlich nur im festen Glauben an Gott zu gestalten ist" sagt sie, der ihr immer wieder begegnet ist. Im November 1996 hat sie dann gemeinsam mit Bruder Bernhard und Bruder Markus dem Projekt "Oase der Stille" im Kloster Neumarkt mit viel Kreativität Leben verliehen und Stück für Stück umgesetzt. Damals sagte die Schwester Oberin zu ihr: "Jetzt kannst Du endlich all Deine Talente ins Spiel bringen." Dies hat sich bis zum heutigen Tag bewahrheitet, denn es sind die vielen kleinen Einzelheiten, mit denen sie dem Kloster seinen Charme verleiht. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich am liebsten mit kreativem Gestalten von Naturmaterialien und Briefe schreiben. Sie liebt Blumen und hegt und pflegt diese, auch wenn sie von anderen bereits aufgegeben wurden. Sie kocht gerne und gut und lässt dabei ihre Experimentierfreude walten. Ihre größte Freude hat sie daran, wenn die Gäste des Klosters besser und wohler weggehen, als sie gekommen sind. Und darin bewahrheitet sich auch ihr Lebensmotto: "Gott führt!" Wir sind eine gemischte Gemeinschaft, in der jeder sein Leben ziemlich individuell gestalten kann. Und es ist für uns etwas Besonderes, dass eine vinzentinisch geprägte Ordensschwester mit franziskanisch orientierten Brüdern lebt, betet und arbeitet. Wer Kontakt zu uns sucht - der kürzeste Weg führt über diesen Klick: neumarkt@kapuziner.org |
![]()
Br. Bernhard Frei ![]() Br. Peter Brugger ![]() Bruder Christoph Kulczak ![]() Sr. Luise Weidacher |
||||||
|
|
|
|
|
||||