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Kapuziner in Südtirol

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Bei der Provinztrennung 1928 (Südtirol war nach dem 1. Weltkrieg zu Italien geschlagen worden) hatten wir in Südtirol 11 Klöster, dazu das Liebeswerk Meran und das Seminar Salern. 

1970 haben wir das Kloster Klausen der Stadtverwaltung überlassen als Museum, Bildungshaus und Stadtpark.  Genauso 1970 das Kloster Eppan der Pfarrgemeinde St. Michael als Pfarrkirche und Pfarrhaus mit Gemeindezentrum.

In den 90er-Jahren traten wir das Kloster Mals als Sprengelsitz für soziale Dienste im oberen Vinschgau ab.
Nach dem Beschluss des Provinzkapitels 2004 sind Verhandlungen im Gange, um das Kloster Lana als Sitz für den sozialen Sprengelsitz Meran/Umgebung und die diözesane Caritas abzugeben.
Im Triennium 2004-2007 kann die Provinzvorstehung noch ein Kloster einem anderen religiösen Zweck oder Träger zuführen. Dies betraf Sterzing, das jetzt von den Steyler Missionsschwestern bewohnt wird - zwei Brüder blieben in einer Kaplanei als Seelsorger vor allem für das Krankenhaus.

Das Seminar Salern wurde vor 20 Jahren für Schul- und Bildungszwecke dem Land Südtirol verkauft, das Liebeswerk Meran wurde 2003 in die "Kapuzinerstiftung Liebeswerk Meran" umgewandelt. 

Von den Klöstern Bozen, Brixen und Bruneck wurden bedeutende Teile des Klosters bzw. Gartens für öffentliche Einrichtungen vermietet oder abgetreten. Ähnlich in Schlanders und Meran.

In wenigen Jahrzehnten seit 1599 waren unsere vielen, kleinen Klöster gegründet worden, zu Fuß je eine Tagreise voneinander entfernt. Dadurch konnten die Brüder vor allem sonntags flächendeckend in die Pfarreien hinausgehen zu Predigt und Sakramentenpastoral, vor allem zum Beichtdienst. 

Genauso rasant ist in wenigen Jahrzehnten die Zahl der Klöster sowie der Brüder wieder zurückgegangen.
Auch wenn wir vier Klöster anderen kirchlichen und sozialen Zwecken zugeführt haben, verbleiben uns in dem kleinen Land immer noch sieben Niederlassungen
.

Eines unserer Klöster ist für
Einkehr und Begegnung eingerichtet:
Neumarkt mit Gschnon, 
die Oase der Stille im Unterland,
das südlichste deutsche Kapuzinerkloster.

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