Brüder Kapuziner heute -

vom Kloster in die Stadt  (éremo e città)


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Lustige Karikaturen
über die Kapuziner
gibt es
vom Bart
bis zur Höllenpredigt -
und zum "Cappuccino"
an der Bar!

 



Die Kapuziner waren seit ihrer Gründung
1528 ein sehr volksnaher Orden. 

Sie widmeten sich der Beschauung
und dem täglichen Gebet, 

von ihren Klöstern aus wirkten sie
in der Seelsorge des ganzen Landes.
Brüderlichkeit, Armut und Einsatz
besonders für das einfache Volk
machten die Kapuziner
sehr volksverbunden.


Mit Einsatz und Hingabe  widmeten sie sich dem Gebet und der Meditation, der Predigttätigkeit, dem Beichtdienst und der Pflege des sakramentalen Lebens. Durch ihre einfache Lebensweise,  durch regelmäßige Aushilfen und jährliche Sammlungen (Hausbesuche),  durch Pflege barocker Frömmigkeit und durch karitativen Einsatz waren sie im ganzen Volk sehr beliebt.

So trugen sie mit anderen Orden (Franziskanern, Jesuiten) im 17. und 18. Jahrhundert wesentlich bei
zum Gelingen der inneren Reform der Kirche.

Nach den Franzosenkriegen (1809) und den verschiedenen Wellen des Kulturkampfes und der Säkularisierung im 18./19. Jahrhundert erlebten die Kapuziner im gesamten deutschen Sprachraum eine neue Blütezeit, die bis in die letzten Jahrzehnte dauerte.

                         
                     Gerhard Lechner        Paul Hofer           Eugen Demetz          Kurt Egger


Heute sind Kirche und Gesellschaft anders geworden, damit auch Ordensleben und Seelsorge. Die Brüder Kapuziner der Zukunft können nicht mehr unbedacht  „die Pater“ von ehedem sein, sondern in ganz Europa und Nordamerika orientieren sie sich neu vor allem an franziskanischer Brüderlichkeit und Spiritualität. 

  • In bescheidener Einfachheit und anspruchsloser Armut gehen sie heute wie ehedem ihren Arbeiten nach. 

  • Erscheinungsbild und Lebensform der Kapuziner waren in der Vergangenheit stark durch die Observanz geprägt, d.h. durch Treue zur Tradition,  Strenge im äußeren Lebensstil, subjektive Frömmigkeit, Eifer für die Seelsorge. 

  • Aus dieser überkommenen Position heraus gilt es heute, den Übergang in eine offene Gesellschaft zu gestalten.

Es ist von der Ordensleitung aus gewünscht und in den meisten Sprachen selbstverständlich, dass wir uns heute „Brüder“ nennen – das Festhalten vieler Kapuziner und Kapuzinerfreunde an der Bezeichnung „Pater“ drückt aber aus, dass auch innerhalb der Brüderschar solche Entwicklungen nicht ohne Konflikte vor sich gehen.   Auf Weltebene gibt es seit Jahren insgesamt  an die 11.000  Kapuziner  in 1650 Niederlassungen  ("Klöstern").

Über 1000 Brüder davon sind junge Postulanten und Novizen, 
über 1500 sind junge Brüder mit dem ersten Versprechen der zeitlichen Profess. 

In letzter Zeit ist auch bei uns im deutschen Sprachraum wieder ein neues Interesse erwacht,
das im gemeinsamen Noviziat in Salzburg erste Früchte zeitigt.
In Südtirol sind wir 50 Kapuziner in fünf Klöstern und auf Einzelposten.