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  Kapuzinerkloster Brixen

Als Studienkloster in der Seminarstadt Brixen genoss das Kloster Brixen immer hohes Ansehen.
Davon zeugen die große Hausbibliothek sowie die Tatsache, dass alle unsere heutigen Mitbrüder
"durch Brixen gegangen“ sind.


                                            
                                  
                                                      Klaustrum Brixen

 

Als Sitz des Provinzials (Provinzoberen), Provinzsekretärs, Provinzökonoms und Missionssekretärs, sowie als Zentralort für Archiv und ähnliche Dienste hatte Brixen für unsere Provinz die Bedeutung eines „Mutterklosters“. Wichtige Beratungen und Entscheidungen wurden fast immer in Brixen getätigt, z.B. alle drei Jahre das Provinzkapitel.
Dazu war es immer unser wichtigstes Studienkloster. Provinzial Anton Beikircher ist allerdings seit dem Jahr 2001 in Bozen geblieben - allerdings wird er nach der Provinzvereinigung als Guardian wieder nach Brixen kommen. Auch die Verwaltung wurde ausgesiedelt (Bruneck und Bozen). Der offizielle Sitz der Provinz ist aber weiterhin in Brixen.


Die Brüder in Brixen haben immer verschiedene seelsorgliche Tätigkeiten ausgeübt. Insbesondere seien genannt:


Kassian Ladstätter als Guardian des Klosters und Kaplan der Maria-Ward-Schwestern (Congregatio Societatis Jesu) sowie seit vielen Jahren als Bibliothekar.

Pius Leitner ist Vikar und und arbeitet als Pfarrseelsorger in Mauls.

Alois Hillebrand (Dr. Kirchenrecht) als Offizial und Eheamtsleiter der Diözese, als Richter am Regionalgericht sowie mit weiteren diözesanen Ämtern betraut.

Br. Gebhard Gatterer  ist Provinzvikar, also ganz eng der Provinzvorstehung zugeordnet.
Er ist hauptamtlich Krankenhauskaplan, und wenn es die Zeit zulässt, Exerzitienleiter.


Michael Platter arbeitet überall, wo es ihn braucht, besonders als Pförtner und im großen Garten.
Die gute Seele im Haus. Musiker.

Andere Brüder arbeiten als Pfarrer -  Alfred Kugler in Lüsen,

im Altersheim (Johannes Federspieler),

in der Kirchenmusik (Josaphat Wieser, Michael Platter),
.
Stefan Baumgartner Seelsorger (seit 01.09.2007).

Die Brüder verrichten auch alle anderen Dienste im Haus, Pforte und Garten.
Genannt sei besonders die große Bibliothek, die früher der Einrichtung als Studienhaus diente.

Mit seinem schönen, nach Süden ausgerichteten Garten bietet Brixen ein wunderbares Bild der Stille, der Idylle und des franziskanischen Friedens. Im Garten stehen Oliven- und Feigenbaum sowie Palmen! Auch von vielen Gästen aus dem In- und Ausland war das Kloster an der Brennerroute immer hoch geschätzt.

Seit 1603  -  Geschichte

Das Kloster wurde vom Brixner Fürstbischof Christof Andreas von Spaur im Jahre gegründet. Der Bau begann im Frühjahr 1603. Als Bauplatz hatte man die kleine Katharinakirche mit dem dazugehörigen Häuschen und Baugarten gewählt. Das Benefizium kam in den Dom.
Die bereits bestehende Kirche zur hl. Katharina (Jungfrau und Märtyrin) wurde den klösterlichen Notwendigkeiten entsprechend umgeändert und am 25. Februar 1604 von Weihbischof Feuerstein neuerdings konsekriert.
Die Domherren, die früher gegen den Klosterbau am meisten Widerstand geleistet hatten, gaben jetzt namhafte Beiträge, und drei traten sogar höchstpersönlich in den Orden ein.
An Stelle der abgerissenen kleinen Kirche baute man 1630 eine größere, 1655 vergrößerte man Kloster und Garten.
Durch die Provinztrennung 1928 ergab sich die Notwendigkeit, das Kloster um einen Stock zu erhöhen.
1984/85 wurde das ganze Kloster grundlegend erneuert.  


Das Kloster Brixen nach der Renovierung 1985

Heute ist im Westtrakt der obere Teil an das Eltern-Kind-Zentrum Brixen vermietet.
Für den Osttrakt sind mit der Talgemeinschaft Eisacktal großzügig  Räume für eine soziale und sanitäre Bestimmung umgesetzt worden, also für den Sozialsprengel Brixen im weiteren Sinn.
Auch Teile des Gartens waren immer verpachtet, genauso der frühere Drittordenssaal für Behindertendienste
.


Die "Paterringelen" -
ursprünglich Kupferreifen
gegen Strahlungen






Bekannt und volksverbunden:

Br. Konrad von Altötting

 

 

Er war das elfte von zwölf Kindern eines Bauern, arbeitete als Knecht auf dem elterlichen Hof, fühlte sich aber von Kindheit an zu Gott hingezogen.

Hansl trat 1849 in das Kloster St. Anna in Altötting ein, das seit 1961 seinen Ordensnamen Konrad trägt.
Dort versah er von 1852 an 41 Jahre lang den Posten eines Pförtners.
Er zeichnete sich durch Gebetseifer, stete Dienstbereitschaft und aufopfernde Liebe aus.
Er wurde vom Volk geliebt
und von den Wallfahrern verehrt; durch sie drang sein Name und Ruf weit über die Grenzen Bayerns hinaus.
Er starb 1894.

Heiliger Bruder Konrad,
bitte für uns alle,
dass wir an der Hand der Gnadenmutter Maria
die harten Tage unserer Erdenzeit bestehen.
Amen.

 

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