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Kurze Anleitung zur Meditation        

 

A.   Die Vorbereitung

1.   Ankommen, die äußeren Umstände ordnen, richtig gerade sitzen(!).
Reinigung der Seele, Gebet zum Hl. Geist, Anrufung der Heiligen.
Still werden und ruhig, Atem und Puls erspüren. Sich sammeln.

2.    Die Mitte spüren. Hast und Hetze gleiten über Kopf und Scheitel,
über Schultern, Brust und Rücken vom Körper ab. Augenflimmern (Augen geschlossen) und Körperkribbeln lassen langsam nach.
Locker, hellwach, offen.  Wie der Berg Fudschijama: oben kühl & klar, unten/innen Feuer.  Wolken, Blitz und Donner ziehen vorbei und dahin.

                 Aufmerksamkeit  -  Andacht  -  Sammlung.

           
       Zen, Yoga oder AutogenesTraining können hilfreich sein,
       besonders zur Vorbereitung der Meditation.
       Das Jesusgebet der Ostkirche ist der Königsweg.

 

 B.   Meditation und Kontemplation

a)   Betrachtung: Betrachtung mit Verstand und allen Sinnen. 
Den Inhalt der Meditation ordnen und erschließen, bedenken und erwägen. Nicht grübeln oder dösen. Wichtig sind Vorstellungskraft, Phantasie und Gefühl. Ich bin aktiv dabei, ich bemühe mich sehr darum.

b)   Meditation:  staunen, schauen, gegenwärtig sein,
liebende Aufmerksamkeit, ohne Wort und Bild dem Geheimnis begegnen, stillhalten. Ich werde passiv, es meditiert von allein in mir. Nach innen spüren, das Hirn zum Herzen neigen
.

c)   Kontemplation:  Es wird plötzlich „noch stiller“! Anbetung.
Keine Anspannung. Gottes  Geist und Kuss der Liebe spüren,
            Gott ist gegenwärtig! 
Anbeten, loben, danken, preisen, trauern, jubeln, bitten …
Verweilen … Taborstunde, den Engeln gleich (ein seltenes Geschenk!).

 

C.   Ernte für das Leben, Aufbruch in den Tag

1.   In neuem Geist ein altes Gebet wagen. Jesusgebet, Fürbitten.
Ein Lied, das Tages- oder Lebensmotto, ein Lieblingsgebet.
Gebet der liebenden Aufmerksamkeit. Eine Brücke zum Alltag.

2.   Die Meditation bewusst beenden (auch wenn unvollendet)! Methoden: den Atem regeln, Mundbewegungen machen, mehrfach schlucken, Hände ausschütteln, Arme nach vorne schleudern und Füße/Zehen anstrengen, mit trockenen Händen das Gesicht waschen, froh in den Tag gehen.

Br. Bernhard Frei


Giotto - Wundmale


Hilfreiche Ratschläge

zum Beten:

 

Wenn du betest,
tu es regelmäßig.

Wenn du betest,
nimm dir Zeit.

Bete mit dem Herzen!

Wechsle immer wieder
zwischen freien
und vorformulierten Gebeten.

Bete allein und
bete mit anderen.

Unterstütze dein Gebet
durch deinen Leib
und alle Sinne.

Beziehe alle Arten des Gebetes
in dein Beten mit ein.

Bete deinen Glauben!

Bete dein Leben!

Bete in der Gemeinschaft
der Kirche.

Eine Frau aus dem Volke