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Oase der Stille
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Kapuziner Meran

Blick zurück in die Geschichte

Den Grundstein zur Kirche (hl. Bischof und Märtyrer Maximilian) legte  der damalige Fürstbischof von Chur am 1. Mai 1611.  Meran unterstand damals dem Bistum Chur. Erzherzog Maximilian von Österreich gilt wegen seiner hervorragenden materiellen und moralischen Unterstützung als Stifter des Klosters. 

 
                                                               Das Klaustrum - der Innenhof

Am 8. September 1629 erhielt Herzog Alfons III. von Este in der Kirche das Ordenskleid.
Es war ein großes Ereignis im Orden und in Meran. Kirche und Kloster wurden 1711 vergrößert,
die neue Kirche am 22. Juni 1715 vom Churer Fürstbischof Ulrich konsekriert. 
Im August 1808 hob die bayerische Regierung das Kloster auf.
Im April 1809 konnten die Kapuziner zurückkehren. 
Die Kirche wurde 1953 vergrößert. 

Das Kloster selber wurde in den Jahren 1967-69 umgebaut, die Kirche 1997-1998 restauriert. 
Es ist die größte Kapuzinerkirche in ganz Tirol -
dies zeugt von der seelsorglichen Bedeutung des Klosters seit jeher. 

Im Westen Südtirols gibt es wenig Klöster und trotzdem ein weites Einzugsgebiet;
deshalb hat das Kloster Meran für uns Kapuziner auch in Zukunft hin Bedeutung. 
Auch die Nähe zu den lebendigen Häusern und Angeboten des Liebeswerkes hat seine Bedeutung,
die vor allem in der letzten Zeit immer wieder genannt wurde.

Meran ist also ein Kloster, das mit einem besonderen Profil in die Zukunft gehen kann. 

                                                                                    Einweihung des neuen Refektoriums 2006

Kloster und Brüder heute

Bautätigkeit:  In den letzten zwei Jahren wurden in Meran mehrere bautechnische Eingriffe gemacht, die dem Kloster  Möglichkeiten der Begegnung bieten. Es ist an ein Kloster  für Begegnung, Katechese und Gastfreundschaft gedacht. Die Realisierung ist erst nach dem Abschluss der Bautätigkeiten möglich. Eine große Rolle wird den bisher drei jungen polnischen Mitbrüdern zufallen, die sich jetzt noch sprachlich verbessern. Noch sind keine Details benannt, aber das Projekt ist offen für Begegnung und Gastfreundschaft.
Als ehemaliges Studienkloster sowie durch die seelsorgliche Bedeutung der Klosterkirche wurde Meran immer zu den wichtigen Klöstern der Provinz gezählt.  Davon zeugt z.B. heute noch die große Klosterbibliothek. Wertvolle Dienste leisten die Brüder in der Krankenseelsorge (Allgemeines Krankenhaus und Martinsbrunn),
z.B. in der Palliativ-Medizin.

 

     

Robert               Daniel                   Eugen             Gerhard

   

    
       Josef                    Paul Hofer          Peter Gruber
                            Liebeswerkdirektor    Krankenhausseelsorge

           
      Pawel                   Christoph              Piotr       
  (unsere polnischen Mitbrüder!)

                   

Folgende Brüder leben und wirken heute in Meran
                                                                                                                                   
Robert Prenner,  Guardian des Klosters, Journalist (St. Antoniusblatt, Liebeswerkkalender, Katholisches Sonntagsblatt).

Dem Kloster zugewiesen sind die polnischen Brüder Pawel, Christof (Italienische Seelsorge Lana) und Piotr, die teilweise außerhalb des Klosters auf Sprachstudium sind. Die polnischen Brüder werden in der Diözese und Kapuzinerprovinz neue Aufgaben übernehmen.

Br. Christof Kurzok ist im Kloster Vikar und Hausökonom. Seelsorger der italienischen Gemeinde von Lana
und Leiter des
Internet-Radio  
TAUCAP international.   
www.radiotaucap.net   -   radiotaucap@gmail.com

Dr. Daniel Maas, Seelsorger, Religions
professor, vielfältige Seelsorge

Eugen Demetz
, Seelsorger,  viele Jahre Professor für Latein und Geschichte im Seminar Salern.

Albuin Baumgartner
, Krankenhausseelsorger in Martinsbrunn (Palliativ).

Peter Gruber,
Krankenhausseelsorger, Mitglied der Landes-Ethik-Kommission 

Gerhard Lechner,
Pförtner und Messner.

Dem Kloster zugeordnet sind der Liebeswerkdirektor Dr. Paul Hofer
sowie der
Krankenhauskaplan Peter Gruber.

 





Liebeswerk Meran




Bedeutende Kapuziner:
Fidelis von Sigmaringen



Unbekanntes Ölbild Neumarkt

Fidelis wurde 1578 als Sohn des Sigmaringer Bürgermeisters geboren und auf den Namen Markus Roy getauft. Nach dem Studium in Freiburg, das er mit der Promotion zum Doktor der Philosophie und beider Rechte abschloss, war Markus Roy als Gerichtsrat in Ensisheim/Elsaß tätig. Aus Enttäuschung über Fehlurteile und Misswirtschaft trat er 1612 in den Kapuzinerorden ein und wurde zum Priester geweiht. Rasch erwarb er sich einen Ruf als hervorragender Prediger. Für seinen Orden wirkte er in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs als Prediger und Seelsorger im Elsass, im heutigen Baden-Württemberg, in der Schweiz und in Vorarlberg. 1621 wurde er Guardian des Kapuzinerklosters Feldkirch/Vorarlberg. Nachdem die Habsburger im selben Jahr Teile der heutigen Schweiz besetzt hatten, begannen sie sofort mit der gewaltsamen Rekatholisierung der protestantischen Eidgenossen. Fidelis wirkte im Auftrag des Papstes als Missionar und Prediger.

Am 24. April 1622 wurde er nach einer Predigt in Seewis/Graubünden trotz – offenbar nicht ausreichendem – militärischem Schutz von calvinistischen Bauern erschlagen. Erster Märtyrer der päpstlichen neuen  Missionskongregation "Propaganda Fide".

u Lebensbilder Kapuziner